Die aktuelle CD:

Nahaufnahme. 

Hier reinhören...
Nachgedacht:
Neues Musical: Heimat ist

Ich spür es und weiß:

Hier gehöre ich hin.

Bin endlich drin und nicht draußen verloren.

Ihr seht und versteht

auch im Unsinn den Sinn. 

Und selbst mein Schweigen trifft auf offene Ohren.

 

Ihr sagt, was ihr meint

und ihr meint, was ihr sagt

mit euren Blicken und Gesten und Worten.

Ihr tröstet und mahnt.

Ihr erzählt und ihr fragt.

Und nichts mehr zieht mich zu anderen Orten.

 

Ihr seid Haus und Zuhaus.

Und ich geh frei ein und aus.

Ihr seid Umarmung 

und verstehendes Lächeln.

Ihr seid Heimat und Heim,

Auf jede Silbe der Reim.

Muss nicht mehr stark sein, 

bei euch darf ich auch schwächeln.

 

Die Tür angelehnt,

und im Hof brennt ein Licht

und das scheint warm durch den Zaun und die Hecke.

Kaffee dampft auf dem Herd

und ich fremdele nicht.

Und wenn es kühl wird, habt ihr eine Decke.

 

Und alles macht Sinn.

Ihr seid mein Lebensgewinn.

Seid wie ein Park nach verwilderten Gärten.

Ihr wisst, wie ich bin,

kennt mein Woher und Wohin,

ihr seid Vertraute und Langzeitgefährten.

 

Ihr seid Haus und Zuhaus.

Und ich geh frei ein und aus.

Ihr seid Umarmung 

und verstehendes Lächeln.

Ihr seid Heimat und Heim,

auf jede Silbe der Reim.

Muss nicht mehr stark sein, 

bei euch darf ich auch schwächeln.

Es gibt ein neues Musical. Eine Fietzwerth-Produktion: Heimat ist. Erhältlich bei Abakus Musik. (Bei diesem Link kannst du reinhören.) 

 

Hier ein Liedtext:

Ich spür es und weiß:

Hier gehöre ich hin.

Bin endlich drin und nicht draußen verloren.

Ihr seht und versteht

auch im Unsinn den Sinn. 

Und selbst mein Schweigen trifft auf offene Ohren.

 

Ihr sagt, was ihr meint

und ihr meint, was ihr sagt

mit euren Blicken und Gesten und Worten.

Ihr tröstet und mahnt.

Ihr erzählt und ihr fragt.

Und nichts mehr zieht mich zu anderen Orten.

 

Ihr seid Haus und Zuhaus.

Und ich geh frei ein und aus.

Ihr seid Umarmung 

und verstehendes Lächeln.

Ihr seid Heimat und Heim,

Auf jede Silbe der Reim.

Muss nicht mehr stark sein, 

bei euch darf ich auch schwächeln.

 

Die Tür angelehnt,

und im Hof brennt ein Licht

und das scheint warm durch den Zaun und die Hecke.

Kaffee dampft auf dem Herd

und ich fremdele nicht.

Und wenn es kühl wird, habt ihr eine Decke.

 

Und alles macht Sinn.

Ihr seid mein Lebensgewinn.

Seid wie ein Park nach verwilderten Gärten.

Ihr wisst, wie ich bin,

kennt mein Woher und Wohin,

ihr seid Vertraute und Langzeitgefährten.

 

Ihr seid Haus und Zuhaus.

Und ich geh frei ein und aus.

Ihr seid Umarmung 

und verstehendes Lächeln.

Ihr seid Heimat und Heim,

auf jede Silbe der Reim.

Muss nicht mehr stark sein, 

bei euch darf ich auch schwächeln.

Jürgen Werth

Eigentlich…

Stationen meines Lebens


Eigentlich wollte ich zur Stadtverwaltung. Dann ging ich zur Penne. Eigentlich wollte ich Theologie studieren. Dann wurde ich Journalist. Eigentlich wollte ich nach Bielefeld. Zur Evangelischen Kirchenzeitung „Unsere Kirche“. Dann lag eines Tages dieser Brief aus Wetzlar im Briefkasten. Vom „Evangeliums-Rundfunk, Programmdirektor Horst Marquardt.“ Sie hätten gehört, ich wäre Redakteur und es wäre eventuell möglich, meine Mitarbeit zu gewinnen... 


Eigentlich wollte ich zunächst immer etwas anderes.

Auch in Sachen Musik.

 

In Lüdenscheid hatte ich eine Band gehabt, die "Dynamic News". Regelmäßig hatten wir in einem Jugendgottesdienst in der Kreuzkirche gespielt. Der Umzug nach Wetzlar hatte für mich auch das Ende der Band bedeutet. Und damit meiner Musik. Eigentlich.

 

Als plötzlich Hans Herbold von der jungen welle neue Musikaufnahmen fürs Archiv veranlasste. Mit Playbacks der "Noah's Band" aus den USA. Und ihm einfiel: "Du hast doch auch Lieder geschrieben." Und ich auf einmal wunderschöne Studioaufnahmen hatte vom "Mann aus Nazareth" und anderen Hits aus der Vergangenheit. Und Siegfried Fietz vom Verlag Hermann Schulte (heute Gerth Medien) daraus unbedingt eine Schallplatte machen wollte. Und ich völlig ungeplant und unerwartet plötzlich diese Schallplatte in den Händen hielt: "Eine Taube spricht zu mir". Und die Musik in mir zu neuem Leben erwachte ...

 

Und im ERF? Eigentlich wollte ich zwischenzeitlich immer wieder mal weg. Eigentlich wollte ich nicht Chefredakteur werden. Und erst Recht nicht Direktor. 

Eigentlich. 

Doch eigentümlich, Gott zog und drängte und lockte und warb, bis er mich immer wieder da hatte, wo er mich haben wollte. Dieser liebevolle, geduldige, einfühlsame und konsequente Gott. 

Als meine ERF Geschichte begann, schrieben wir das Jahr 1973. Der ERF, der damals nur ausgeschrieben „Evangeliums-Rundfunk“ hieß, war gerade ins neue Funkhaus am Berliner Ring eingezogen. Es gab rund 70 Mitarbeiter, und der Monatsetat lag bei 300 000 Mark ... Es gab die Doppelspitze Marquardt/Mann und eigentlich nur zwei Abteilungen: die Redaktion und die Verwaltung. 

Mehr als 40 Jahre später ist nicht alles, aber doch fast alles anders. Und ich hab’s miterlebt, ja sogar ein gutes Stück mit gestalten dürfen. So ist der ERF ein stattlicher Teil meiner Geschichte geworden. 
Und ich ein Teil seiner Geschichte. Wie sähen wohl beide ein bisschen anders aus, wenn wir einander nicht begegnet wären. Mehr als 40 Jahre am selben Arbeitsplatz, davon über 20 Jahre lang als Chef - wenn ich das so erzähle, kommt’s mir beinahe langweilig vor. Phantasielos. Doch was steckt nicht alles in diesen Jahren! 


Ungezählte Sendungen zunächst mal. Mein erstes Highlight war die aktuelle Berichterstattung vom „Internationalen Kongress für Weltevangelisation“ in Lausanne. 1974 war das. Jawohl, ich bin Lausanner der ersten Stunde! 

Mehr als 40 Jahre - das sind aber auch ungezählte Begegnungen. Von Cliff Richard über Manfred Hausmann und Corrie ten Boom bis zu Helmut Thielicke und Billy Graham. Und 246 „Werthe Gäste“.

Und die Familie. Und Freunde. Gefährten. Seelentröster und Tränentrockner und Motivationskünstler.

 

2003 wollte ich wieder mal weg. Hatte lange überlegt und mit Gott und guten Freunden geredet. Aber Gott verhielt sich ausgesprochen zurückhaltend.

Ein Freund aus München sagte mir, wie das aus seiner Sicht so ist mit Gott und seinen Menschen: „Er sitzt neben dir auf dem Sofa, lächelt dir freundlich zu und sagt: Nun bin ich aber mal gespannt, wie du dich entscheidest.“

 

Will sagen: Ich muss nicht auf längst gelegten Schienen fahren. Gott erfindet mein Leben jeden Tag neu. Mit mir zusammen. Der Münchener Freund: „Lebensgeschichte ist Schöpfungsgeschichte.“ Ein spannender Gedanke.

 

Also entschied ich mich zu gehen. Und war innerlich längst weg, als erste Hinweise kamen, dass ich diese Entscheidung vielleicht noch einmal überdenken sollte. Hinweise von Menschen und, ja, wohl auch Hinweise von Gott. Und als mich der damalige ERF Vorstand fragte, ob ich mir nicht vielleicht doch vorstellen könnte zu bleiben, begann der Entscheidungsprozess von vorn.

 

Und dann bin ich geblieben. Nein, ich bin zurück gekommen. Weil ich ja eigentlich schon weg war. 

 

Eigentlich…

 

Aber nun bin ich weg. Hab mich am 30. September 2014 feierlich entpflichten lassen. Und bin seitdem hauptberuflich, was ich nebenberuflich schon immer war: Autor, Liedermacher, Moderator, Prediger. Wortmaler und Erzählsänger. "Lebt als freier Schriftsteller in Wetzlar." Like!

 

Manches Buch ist seitdem entstanden. Und nach vielen Jahren eine neue CD. Ich bin soooo glücklich. Ist nämlich soooo schön geworden. Anrührend. Ganz und gar authentisch. Irgendwie die Quintessenz dessen, was ich bisher geschrieben und gesungen habe. "Nahaufnahme" heißt sie. Danke, Florian Sitzmann! Das jüngste, sehr persönliches Buch heißt "Doch Gott sieht das Herz". Mit Bildern des wunderbaren Eberhard Münch. 2018 folgen weitere Bücher.

 

Ja, das ist wohl so: Gott erfindet unser Leben jeden Tag neu. Es ist aufregend an seiner Hand zu leben.

 

-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-

 

Vita

 

Jürgen Werth, geboren 1951 in Lüdenscheid. 

 

Volontär und Redakteur bei der Westfälischen Rundschau in Dortmund, Hagen und Lüdenscheid. 

 

Bis 2014 bei ERF Medien in Wetzlar, u. a. als verantwortlicher Redakteur für „e.r.f. junge welle“, als Chefredakteur und als Programmdirektor. 

 

Von 1994 bis zum Ende seiner Dienstzeit Direktor bzw. Vorstandsvorsitzender. 

 

TV-Moderator („Wartburg-Gespräche“ und „Werthe Gäste“) und Moderator der Großevangelisation „ProChrist“. Drei Jahre lang Sprecher beim „Wort zum Sonntag“ (ARD).  

 

Von 2007 bis 2011 ehrenamtlicher Vorsitzender der Deutschen Evangelischen Allianz. 

 

Er lebt als freier Schriftsteller, Liedermacher und Referent in Wetzlar. Er ist verheiratet mit Angela und hat drei erwachsene Kinder und sieben Enkelkinder.

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